Das Unternehmen Ilmenauer Wärmeversorgung GmbH

Historisches
Daten und Fakten
Versorgungsgebiet
Projekte
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Kohleversorgung der beiden
					
					
					
					
					
					
					 Kohleheizkraftwerke von 1985-1992
Kohleversorgung der beiden
Kohleheizkraftwerke von 1985-1992
Schweröl-HKW 1972-1999
Schweröl-HKW 1972-1999
Alte Kesselanlage
Alte Kesselanlage
Heißwassererzeuger 1 und 2 mit je 18,6 MW
Heißwassererzeuger 1 und 2 mit je 18,6 MW
(Errichtung und Inbetriebnahme 1992)
Gasturbinenanlage 4,7 MW elektrisch (Inbetriebnahme 1995)
Gasturbinenanlage 4,7 MW elektrisch
(Inbetriebnahme 1995)
Meßwarte
Meßwarte

Fernwärme in Ilmenau -
Historisches

Am 06. Oktober 1972 wurde in Ilmenau erstmals die zentrale Fernwärmeversorgung in Betrieb genommen.

An das durch tschechische und polnische Betriebe errichtete Fernheizsystem wurden schrittweise die Technische Hochschule Ilmenau, die entstandenen Industriegebiete "Vogelherd" und "Eichicht" mit den darin entstandenen Betrieben der Glas- und Porzellanindustrie sowie die Betriebe der Branchen Mikroelektronik und Labortechnik angeschlossen.

Parallel dazu wurden die Wohngebiete "Eichicht", "Am Stollen" und ab 1978 das Wohngebiet "Pörlitzer Höhe" in die Fernwärmeversorgung einbezogen.

Für die damalige Zeit wurde insbesondere mit den Kesseln auf Basis Schweröl eine moderne Anlage in Betrieb genommen.

Ebenso modern war die Realisierung einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mittels einer Entnahme-Gegendruck-Turbine. Mit ihr wurden ohne Kühlturmverluste bis 3 MW Strom erzeugt und im Störungsfall die Notstromversorgung des Industriegeländes abgesichert.

In der Zeit der Energiekrise wurden ab 1983 auf einer neu gerodeten Waldfläche insgesamt 14 Rohbraunkohlekessel errichtet. Die Dampfparameter dieser Kessel reichten aber nicht mehr zur Stromerzeugung, daher wurde diese Anlagentechnik verschrottet.

Schon kurz nach Öffnung der innerdeutschen Grenze suchten ostdeutsche Kommunen kompetente Partner für die Gründung eigener städtischer Versorgungsgebiete. Das neue Umweltbewußtsein, Schonung von Ressourcen und möglichst geringe Schadstoffbelastung der Umwelt verlangten große Anstrengungen von allen, die zusammenarbeiten wollten.

Die Stadt Ilmenau fand ihr Unternehmen nahe der Partnerstadt Homburg. Die Saarberg-Fernwärme GmbH (SFW), eine Tochter der Saarberg AG mit Sitz in Saarbrücken, bot mit ihrem Wissen und ihrer Erfahrung auf den Gebieten Fernwärmeversorgung, Kraft-Wärme-Kopplung, Energiedienstleistung und Engineering eine gute Basis zum Start in eine erfolgreiche Energiezukunft.

Am 26.11.1991 gründeten die Stadt Ilmenau und die Saarberg-Fernwärme GmbH die Ilmenauer Wärmeversorgung GmbH (IWV). Die Gesellschaft wurde mit einem Stammkapital von zwei Millionen Mark ausgestattet, wovon die Stadt Ilmenau 51 Prozent und die SFW 49 Prozent zeichneten. Jeder Partner stellt einen Geschäftsführer. Mittlerweile wurde das Stammkapital auf 2 Mio. € angehoben

Das saarländisch-thüringische Gemeinschaftsunternehmen konnte nun ans Werk gehen. Die Modernisierung der Energieerzeugungs- und verteilanlagen sollte die örtliche Fernwärmeversorgung sichern und den Weg in eine zukunftsgerichtete, wirtschaftliche und ökologisch verträgliche Energieversorgung der Stadt ebnen. Sie lief in mehreren Schritten ab. Zunächst wurden im Heizwerk die 14 alten mit Rohbraunkohle befeuerten Damfkessel durch zwei mit Heizöl und Erdgas befeuerte Heißwasserkessel und einen Dampfkessel ersetzt. Ein noch vorhandener Schwerölkessel wurde saniert. Gleichzeitig begann die IWV mit der Verdichtung, Sanierung und Erweiterung des Fernwärmenetzes. Diese Maßnahmen, die insgesamt Investitionen in Höhe von 25 Millionen Mark erforderten, führten zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität in Ilmenau. Und die IWV ging noch einen Schritt weiter. Sie investierte rund 11,5 Millionen Mark in eine von SFW geplante Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK), die mit einer Gasturbine mit einem Abhitzekessel und einer Zusatzfeuerung ausgerüstet ist. Die KWK-Anlage, die nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Heizkraftwerkes erhöhte, sondern auch durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom Energieressourcen schont, wurde am 6. Oktober 1995 offiziell in Betrieb genommen. Gerade jetzt in einer Zeit in der vielfältige Anstrengungen zur Absenkung des CO2 Ausstosses unternommen werden, leistet diese Anlage ihren beachtlichen Anteil dazu. Inzwischen hat die IWV ihr Angebotsspektrum erweitert. Sie erzeugt Fernkälte und beliefert damit die Labors der TU Ilmenau und des Applikationszentrums, wo sie vorwiegend zur Aufrechterhatlung von Reinstraumtechnik benötigt wird. Auch der Betrieb von Nahwärmetechnik liegt ebenfalls im Spektrum der IWV. Für die Wohnungsbaugenossenschaft werden mehrere betrieben.

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Daten und Fakten

Die IWV kurz und knapp
Anschrift: Ilmenauer Wärmeversorgung GmbH
Gewerbepark "Am Wald" 18
98693 Ilmenau
Tel.: 03677-641320
Fax: 03677-641332
e-Mail: iwv@waermeversorgung-ilmenau.de
Gründung: 26.11.1991
Partner: Stadt Ilmenau (51%)
Saar Energie AG (49%)
Stammkapital: 2 Mio. €
Rechtliche Hinweise: HRB Nummer 301968
Handelsregister B des Amtsgerichts Jena
USt-Id Nr. DE 150930890
Geschäftsführung: Ludwig Trabert, Kaufmännischer Geschäftsführer
Wolfgang Mewes, Technischer Geschäftsführer
Mario Schweinsberg, Betriebsleiter
Größte Kunden: Technische Universität
Wohnungsbaugenossenschaft Ilmenau e.G.
Ilmenauer Wohnungs- und Gebäude GmbH
Stadt und Landkreis Ilmenau
Anschlußwert: 85,4 MW *
Absatz Fernwärme: 104128 MWh *
Absatz Strom: 27791 MWh *
Stromeigenverbrauch: 909 MWh *
Personal: 9
* zum 31.12.2002


Heizkraftwerk
Gasturbinenanlage
Investitionskosten: 11,5 Millionen Mark
Bauzeit: Januar bis September 1995
Hersteller/Typ: Solar/Taurus 60
Elektrische Leistung: 4,7 MW
Thermische Leistung: 8,8 MW Abhitzekessel + 7,0 MW Zusatzfeuerung
Vollbenutzungsstunden pro Jahr: 8000
Heizkraftwerk
Aggregat therm.
Leistung
Feuerungs-
leistung
Brennstoff
Kessel 1 18,6 MW 20,6 MW Erdgas/HEL
Kessel 2 18,6 MW 20,6 MW Erdgas/HEL
Kessel 3 9,0 MW 10,2 MW Erdgas/HEL
Kessel 4 7,0 MW 7,7 MW Erdgas
Gasturbine mit Abhitzekessel 8,8 MW 16,0 MW Erdgas/HEL
Zusatzfeuerung mit Abhitzekessel 7,0 MW 7,0 MW Erdgas/HEL
Abgaswärme-Tauscher 0,9 MW - -
Summe 69,9 MW 82,1 MW -
Fernwärmenetz
Wärmeträger: Wasser
Vorlauftemperatur: 130 °C
Rücklauftemperatur: 65 °C
Betriebsdruck: 16 bar
Leitungslänge: ~ 62 km, davon 39 km neu verlegt in Kunststoffmantelrohr
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Versorgungsgebiet

Versorgungsgebiet
1: Technische Universität / 2: Fußgängerzone Ilmenau / 3: Schwimmbad /
4: Technologiezentrum Ilmenau / 5: Wohnsiedlung Pörlitzer Höhe /
6: Wohnsiedlung am Stollen / 7: Porzellanwerk / 8: Rathaus

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Meßwarte
Von IWV umgerüstete Altanlage eines
Kunden

Projekte

Die IWV errichtete und betreibt für die Wohngungsbaugenossenschaft Ilmenau ingesamt 5 Nahwärmeinseln mit einer installierten Leistung von insgesamt knapp 500 kW.

Im Auftrag der Wohnungsbau-
genossenschaft rüstete die IWV die verschlissenen HA-3-Stationen in 16 Wohnblöcken des Wohngebietes "Pörlitzer Höhe" auf moderne und zeitgemäße Technik um.

 

Meßwarte
Kälteanlage auf dem Gelände der TU- Ilmenau

Mit diesen modernen Kälte-kompressoren erzeugt die IWV Kälte für die Versorgung von Bedarfsträgern im Bereich der Technischen Universität und des Applikationszentrum Ilmenau.

Die Kälte dient vorwiegend der Aufrechterhaltung von Reinraum-    bereichen und der Maschinen-     kühlung im Rahmen von Forschungsaufgaben

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