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Das Unternehmen Ilmenauer Wärmeversorgung GmbH |
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Fernwärme in Ilmenau -
Am 06. Oktober 1972 wurde in Ilmenau erstmals die zentrale Fernwärmeversorgung in Betrieb genommen. An das durch tschechische und polnische Betriebe errichtete Fernheizsystem wurden schrittweise die Technische Hochschule Ilmenau, die entstandenen Industriegebiete "Vogelherd" und "Eichicht" mit den darin entstandenen Betrieben der Glas- und Porzellanindustrie sowie die Betriebe der Branchen Mikroelektronik und Labortechnik angeschlossen. Parallel dazu wurden die Wohngebiete "Eichicht", "Am Stollen" und ab 1978 das Wohngebiet "Pörlitzer Höhe" in die Fernwärmeversorgung einbezogen. Für die damalige Zeit wurde insbesondere mit den Kesseln auf Basis Schweröl eine moderne Anlage in Betrieb genommen. Ebenso modern war die Realisierung einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage mittels einer Entnahme-Gegendruck-Turbine. Mit ihr wurden ohne Kühlturmverluste bis 3 MW Strom erzeugt und im Störungsfall die Notstromversorgung des Industriegeländes abgesichert. In der Zeit der Energiekrise wurden ab 1983 auf einer neu gerodeten Waldfläche insgesamt 14 Rohbraunkohlekessel errichtet. Die Dampfparameter dieser Kessel reichten aber nicht mehr zur Stromerzeugung, daher wurde diese Anlagentechnik verschrottet. Schon kurz nach Öffnung der innerdeutschen Grenze suchten ostdeutsche Kommunen kompetente Partner für die Gründung eigener städtischer Versorgungsgebiete. Das neue Umweltbewußtsein, Schonung von Ressourcen und möglichst geringe Schadstoffbelastung der Umwelt verlangten große Anstrengungen von allen, die zusammenarbeiten wollten. Die Stadt Ilmenau
fand ihr Unternehmen nahe der Partnerstadt Homburg. Die Saarberg-Fernwärme
GmbH (SFW), eine Tochter der Saarberg AG mit Sitz in Saarbrücken, bot mit
ihrem Wissen und ihrer Erfahrung auf den Gebieten Fernwärmeversorgung,
Am 26.11.1991 gründeten die Stadt Ilmenau und die Saarberg-Fernwärme GmbH die Ilmenauer Wärmeversorgung GmbH (IWV). Die Gesellschaft wurde mit einem Stammkapital von zwei Millionen Mark ausgestattet, wovon die Stadt Ilmenau 51 Prozent und die SFW 49 Prozent zeichneten. Jeder Partner stellt einen Geschäftsführer. Mittlerweile wurde das Stammkapital auf 2 Mio. € angehoben |
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Das saarländisch-thüringische Gemeinschaftsunternehmen konnte nun ans Werk gehen. Die Modernisierung der Energieerzeugungs- und verteilanlagen sollte die örtliche Fernwärmeversorgung sichern und den Weg in eine zukunftsgerichtete, wirtschaftliche und ökologisch verträgliche Energieversorgung der Stadt ebnen. Sie lief in mehreren Schritten ab. Zunächst wurden im Heizwerk die 14 alten mit Rohbraunkohle befeuerten Damfkessel durch zwei mit Heizöl und Erdgas befeuerte Heißwasserkessel und einen Dampfkessel ersetzt. Ein noch vorhandener Schwerölkessel wurde saniert. Gleichzeitig begann die IWV mit der Verdichtung, Sanierung und Erweiterung des Fernwärmenetzes. Diese Maßnahmen, die insgesamt Investitionen in Höhe von 25 Millionen Mark erforderten, führten zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität in Ilmenau. Und die IWV ging noch einen Schritt weiter. Sie investierte rund 11,5 Millionen Mark in eine von SFW geplante Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK), die mit einer Gasturbine mit einem Abhitzekessel und einer Zusatzfeuerung ausgerüstet ist. Die KWK-Anlage, die nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Heizkraftwerkes erhöhte, sondern auch durch die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom Energieressourcen schont, wurde am 6. Oktober 1995 offiziell in Betrieb genommen. Gerade jetzt in einer Zeit in der vielfältige Anstrengungen zur Absenkung des CO2 Ausstosses unternommen werden, leistet diese Anlage ihren beachtlichen Anteil dazu. Inzwischen hat die IWV ihr Angebotsspektrum erweitert. Sie erzeugt Fernkälte und beliefert damit die Labors der TU Ilmenau und des Applikationszentrums, wo sie vorwiegend zur Aufrechterhatlung von Reinstraumtechnik benötigt wird. Auch der Betrieb von Nahwärmetechnik liegt ebenfalls im Spektrum der IWV. Für die Wohnungsbaugenossenschaft werden mehrere betrieben. |
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Die IWV errichtete und betreibt für die Wohngungsbaugenossenschaft Ilmenau ingesamt 5 Nahwärmeinseln mit einer installierten Leistung von insgesamt knapp 500 kW. Im Auftrag der
Wohnungsbau-
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